12.10.2017

Explosionsschutz in Betriebsstätten 2017

Fachtag ambrosia academy.

Explosionsschutz in Betriebsstätten 2017 im Überblick

Termin: 12.10.2017

Veranstaltungsort: Bad Oeynhausen

Wie können das Sicherheitskonzept und die Prüfungen explosionsgefährdender Betriebsstätten verbessert werden? Wie können die Verantwortlichen in ihrer Arbeit optimal unterstützt werden? Wie sind mehr Transparenz, Systematik und Struktur – mehr Effizienz – bei und über die fristgerechten Maßnahmen zu erzielen? Wie sind Explosionsschutzdokumente besser zu erstellen und zu überarbeiten? Was ist noch zu beachten, um den gesetzlichen Vorgaben weiterhin zu entsprechen? Wie also kann die denkbar höchste Sicherheit von Bürgern/innen und Mitarbeitern/innen erzielt werden?

Mit dem Fachtag zu „Explosionsschutz in Betriebsstätten“ wollen wir Ihnen dazu Lösungen aufzeigen und aus der Praxis berichten. Auf der ganztägigen Agenda finden Sie u. a. Ausführungen der Stadt Münster, der MEBEDO Consulting GmbH und der Ambrosia FM Consulting & Services GmbH.  Die Prüfung eines Pumpwerkes dient als exemplarische Vorlage.


Agenda:

10:00 Check In

10.30 Begrüßung
Eva Reckmann, Leiterin Ambrosia Unternehmensentwicklung

10.45 Einführung & Moderation
Thomas Schade, Leiter Ambrosia Academy

11:00 TOP 1:
„Grundlagen und Gesetze – Normative Regeln“
Wichtige Dokumente zum Explosionsschutz von Anlagen.
Reinhard Kleiser, Projektingenieur, MEBEDO Consulting GmbH

11.45 TOP 2:
„Problemstellung der EX-Schutz Dokumente – Analyse der IST-Situation“
Anke Sievers, Stadt Münster
Lars Nowara, Verantwortlicher technischer Vertrieb, Ambrosia Services

12.15 Mittags- und Kommunikationspause

13.15 TOP 3:
„Überarbeitung der EX-Dokumente – Vorgehensweise und Durchführung“
Reinhard Kleiser, MEBEDO Consulting GmbH, Projektingenieur

13.30 TOP 4:
„Prüfung der Pumpwerke – eine regelkonforme Umsetzung, Prüffristen und Prüfumfang“
Lars Nowara

14.15 TOP 5:
Fragen an die Referenten mit Fachdiskussion

15:00 Kaffee und Ausklang der Veranstaltung

Wir freuen uns auf einen intensiven, kompetenten und lehrreichen Fach-Tag mit Ihnen am 12. Oktober 2017 in  Bad Oeynhausen. Melden Sie sich aber gerne schon heute an. Die Teilnahme ist für Sie kostenfrei.


Die Referenten:

Reinhard Kleiser, Projektingenieur, MEBEDO Consulting GmbH
Herr Kleiser ist Experte für den Explosionsschutz elektrischer sowie mechanischer Anlagen und Geräte. Zu seinem Fachgebiet gehören außerdem die Sicherheitstechnik von elektrischen Anlagen in der Gebäudetechnik und Maschinensicherheit allgemein

Anke Sievers, Stadt Münster
Frau Sievers verantwortet für das Tiefbauamt Münster die Maschinen, Elektrotechnik und Bauunterhaltung der insgesamt 5 Kläranlagen, 3 Regenklärbecken, ca. 100 Pumpwerke und 50 Kleinpumpwerke.

Lars Nowara, Verantwortlicher technischer Vertrieb, ambrosia services
Herr Nowara betreut bei der Ambrosia die Kunden mit dem Schwerpunkt Elektrotechnik. Dank seiner technischen Ausbildung zum Elektrotechnikermeister bietet er ihnen lösungsorientierte Vorgehensweisen an.


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Kundenbericht zum Projekt

ambrosia und Mebedo
Gemeinsam weiter für eine saubere Stadt Münster

Wo Menschen leben und arbeiten, verbrauchen und verschmutzen sie Wasser. Täglich werden in der Hauptkläranlage der Stadt Münster durchschnittlich 60.000 Kubikmeter Abwasser gereinigt. Für die Abwasserreinigung arbeiten in Münster rund um die Uhr fünf Kläranlagen, 23 Regenklär- und überlaufbecken und circa 350 Pump- und Kleinstpumpwerke. Dabei haben Betriebssicherheit und Explositionsschutz höchste Priorität. Die Stadt Münster, Mebedo und ambrosia haben die Maßnahmen konzipiert und realisiert, um den gesetzlichen Vorgaben zu entsprechen und die denkbar höchste Sicherheit zu erzielen.  

Durch unzulässig in die Kanalisation eingeleitete brennbare Flüssigkeiten, wie etwa Benzin, besteht in den Einlaufbereichen der Kläranlagen Explosionsgefahr – z. B. in den Pumpwerken. Es ist das brennbare Faulgas, welches bei der Abwasserbehandlung am häufigsten vorkommt und vom dem Gefahr ausgeht. Mit der Bildung von Faulgas muss bei langen Transportwegen oder langen Verweilzeiten des Abwassers gerechnet werden, insbesondere dort, wo sich fäulnisfähige Stoffe absetzen können, wie beispielsweise in Pumpensümpfen oder umschlossenen Regenbecken.

Von der Kenntnis der Explosionsgefahren und der explosionsgefährdeten Bereiche in Kanalisationsanlagen hängt nicht nur die Betriebssicherheit der Anlagen ab, sondern vor allem auch die Sicherheit und Gesundheit der Beschäftigten, Anwohner oder anderer Personen, die sich dort aufhalten. Daher ist der Explosionsschutz im Arbeitsschutz von großer Wichtigkeit. Der Betreiber hat bei Gefahr durch explosionsfähige Atmosphäre ein Explosions­­schutz­dokument zu erstellen und auf dem neuesten Stand zu halten. Es hilft ihm, die Aufgaben hinsichtlich des Explosionsschutzes zu überblicken, zu organisieren, zu planen und durchzuführen. Werden Arbeits­mittel oder Arbeits­­abläufe verändert, ist auch das Dokument zu überarbeiten.

Im Jahr 2016 sollten die vorhandenen Explosionsschutzdokumente aufgrund bevorstehender Prüfungen der Pumpwerke und Kläranlagen der Stadt Münster gesichtet und gegebenenfalls überarbeitet werden. „Ich war auf der Suche nach einem Dienstleister, der mich hinsichtlich dessen unterstützen kann. Die Ambrosia Consulting & Services GmbH wurde mir empfohlen. Im Februar 2016 gab es den ersten Kontakt“, erinnert sich Anke Sievers, Fachstellenleiterin für Maschinen-, Elektro- und Automatisierungstechnik sowie Bauunterhaltung der Stadt Münster. Gemeinsam mit der Mebedo Consulting GmbH als Projektpartner ist die ambrosia in ein bereits laufendes Projekt eingestiegen. „Es wurde zwar im Vorfeld gemeinsam mit einem anderen Partner das Nötigste getan, aber man wusste eigentlich, dass es nicht ausreichend war“, erinnert sich Anke Sievers. Es musste also zügig eine prüfbare Datenbasis geschaffen werden. „Das Vorhandensein vollständiger und korrekter Explosionsschutzdokumente ist für eine Prüfung unabdingbar. Die Explosionsschutzdokumente waren allerdings noch nicht in der notwenigen Verordnung ausgelegt, in sich widersprüchlich und nicht geeignet, die Betreiberanforderungen zu erfüllen. Zudem war kein Schutzkonzept zu erkennen. Die Dokumente mussten also vollständig überarbeitet werden“, fasst Reinhard Kleiser, verantwortlicher Projektingenieur der Mebedo den damaligen Ist-Stand zusammen.

„Nachdem die ersten fertigen Dokumente der Stadt Münster vorgelegt worden waren, erhielten wir den Auftrag, das erste Pumpwerk zu prüfen“, erinnert sich Lars Nowara, Vertriebsleiter für den Geschäftsbereich ambrosia services. Und Anke Sievers führt aus, „uns war vorher nicht klar, welchen Umfang die Prüfung haben würde. Dass tatsächlich von der Steckdose bis hin zur elektrisch betriebenen Wanduhr geprüft werden würde, hat uns überrascht. Daraus bekamen wir einen erschreckend langen Mängel- und Prüfbericht.“ Sie empfiehlt daher, ein solch umfangreiches Projekt mit einem kleineren Objekt zu beginnen, „um im Team erst einmal die nötige Akzeptanz zu schaffen, dass eine Geräte- und Anlagenprüfung sehr zeitintensiv ist.“ Dem hohen Aufwand zum Trotz ist sie von dem tiefen Überblick, den sie nun hat, beeindruckt und von der hieb- und stichfesten Regelkonformität überzeugt. „Und da uns die Fehler jetzt bekannt sind, erhalten wir bei der nächsten Prüfung auch keinen derart langen Fehlerbericht mehr. Dank Herrn Kleiser von Mebedo haben wir jetzt eine sehr übersichtliche Tabelle zur Hand, mit deren Hilfe wir bei Defekten sehr schnell Ersatz schaffen können.“ In den nächsten Jahren stehen noch weitere Pumpwerke, dazu drei Kläranlagen, unter anderem die Hauptkläranlage der Stadt Münster, und das Kanalnetz zur Prüfung an.

Wie kann die Effizienz bei der Erstellung und Überarbeitung von Explosionsschutzdokumenten gesteigert werden? Was ist zu beachten, um den gesetzlichen Vorgaben zum Explosionsschutz zu entsprechen und so die denkbar höchste Sicherheit zu erzielen? Im Rahmen des Fachtags „Explosionsschutz in Betriebsstätten“ wollen wir Ihnen Lösungen aufzeigen und aus der Praxis berichten. Beispielhaft stellen wir Ihnen das Gemeinschaftsprojekt der MEBEDO Consulting GmbH und der ambrosia FM Consulting & Services GmbH bei der Stadt Münster vor.

Die Ambrosia FM Consulting & Services GmbH ist als Facility Management-Lösungsanbieter mit Kompetenz im digitalen Prozess- und Datenmanagement entlang des gesamten Immobilien-Lebenszyklusmanagements aufgestellt. Sie ist darauf fokussiert, den Herausforderungen der Kunden ganzheitlich, nachhaltig und individuell zu entsprechen. Ihre Synergien liegen in der einzigartigen Kombination aus Beratung für FM-gerechte Planung und Realisierung, FM-Beratung, IT-/CAFM-Kompetenz, Softwarelösungen, Weiterbildung und Service-Bausteinen. Über 500 Kunden aus Wirtschaft, Industrie, Verwaltung und Gesundheitswesen setzen auf dieses Leistungsportfolio der Geschäftsbereiche ambrosia building, ambrosia compliance, ambrosia services, ambrosia software und ambrosia academy.